Haunted Dolls und andere verfluchte und besetzte Gegenstände
Binden sich wirklich böse Geister oder ruhelose Seelen an irdische Dinge??
Robert the Doll aus Key West und Annabelle sind bekannte Fälle, die veranschaulichen, wie oft übernatürliche Phänomene mit bestimmte Gegenständen in Verbindung gebraucht werden.
Laut Legende erhielt der junge Robert Eugene Otto im Alter von 4 Jahren, Anfang des 20. Jahrhunderts diese Puppe. Berichten aus dem Umfeld der Familie zufolge entwickelte er eine ungewöhnliche enge Bindung zu Ihr.. Spätere Erzählungen berichten von unheimlichen Ereignissen die mit der Puppe in Verbindung gebracht werden. Diese Geschichten sind jedoch als Legenden zu betrachten und müssen von historischen belegten Tatsachen unterschieden werden.
Die führeren bislang identifizierten Presseberichte über die angeblichen Vorfälle stammen aus dem Jahr 1971. In einem Artikel der Connecticut Sunday Herald gab die damalige Besitzerin Marguerite Tata, an, dass sie und ihre Mitbewohnerin die Puppe wiederholt an anderen Orten vorgefunden hätten. Der Bericht dokumentiert die damaligen Aussagen; stellt jedoch keinen unabhängigen Beweis für die behaupteten paranormalen Ereignisse dar. Eine spätere bekannt gewordene Version der Geschichte findet sich in Gerald Brittles Buch The Demonologist von 1981. Darin werden die Frauen als Donna und Angie bezeichnet, und einzelne Details der Erzählung weichen vom früherem Zeitungsartikel ab. Die unterschiedlichen Fassungen zeigen, das sich die überlieferten Geschichte verändert hat, ohne das sich der genaue Ursprung dieser Veränderungen bislang eindeutig nachvollziehen lässt.
In esoterischen Vorstellungen u. Legenden werden verfluchte Gegenstände oder Orte häufig mit starken emotionalen Erlebnissen in Verbindung gebracht; etwa mit extremer Wut, traumatischen Erfahrungen oder unerfüllten Wünschen, Manchmal wird angenommen, dass solche Ereignisse dazu führen, das negative Energien oder sogar Seelen an ein. Opjekt oder einen Ort gebunden bleiben.
In den Legenden finden sich dazu verschiedene Erklärngsansätze. Eine davon ist die Vorstellung, dass eine starke emotionale Bindung zu einem Gegenstand bereits zu Lebzeiten bestehen kann. Eine andere besagt, dass Seelen, die keinen Frieden finden, an einem Ort oder einem Objekt gebunden bleiben und dieses als Art Anker nutzen, um in unserer Welt zu verweilen.
Psychologisch betrachtet neigt der Mensch dazu, unbelebten Gegenständen menschliche Eigenschaften, Absichten oder sogar Bewusstsein zuzuschreiben. Diese Tendenz kann dazu beitragen, dass ungewöhnliche oder unerklärliche Ereignisse als Hinweis auf eine vermeintliche in einem Objekt wohnende Seele interpretiert werden; die durch Signale oder Botschaften auf sich aufmerksam machen möchte.
In der Folklore finden sich Vorstellungen, nach denen Emotionen Teil eines von Körper unabhängigem Geistes oder Bewusstsein sind. Besonders extreme Erlebnisse sollen einer solchen Überlieferung zufolge dazu führen können, das sich eine Seele an vergangenen Erlebnissen gebunden bleibt und keinen inneren Frieden findet.
Warum halten sich die Vorstellungen von verfluchten Puppen und Gegenständen so hartnäckig, obwohl übernatürliche Erklärungen Wissenschaftlich nicht belegt sind???? Solche Mythen bedienen menschliche Bedürfnisse nach Sinn; nach dem Gefühl; das Unbekannte begreifen oder kondolieren zu können. Geschichten über Spukpuppen verleihen dem Unheimlichen ein Gesicht und machen abstrakte Ängste und menschliches Leid greifbar.
Die Faszination für Angst und das Unheimliche lässt sich auch kommerziell nutzen. Geschichten über angeblich verfluchte Gegenstände können durch Unterhaltung, Senationsdarstellungen und touristische Attraktionen wirtschaftlich ausgeschlachtet werden. Ein bekanntes Beispiel sind die Erzählungen von Ed u. Lorraine Warren, die durch Vorträge, Bücher und Präsentationen paranormaler Gegenstände große Bekanntheit erlangten. Ihr Okkultmuseum machte solche Gegenstände für ein breites Publikum zugänglich und trug dazu bei, die mit Ihnen verbundenen Legenden weiter zuverbreiten.





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